Über mich

Veröffentlicht am 15. September 2019
Aktualisiert am 4. Februar 2023

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Wer bin ich

Mein Name ist Marko. Ich bin etwas mehr als ein halbes Jahrhundert alt und interessiere mich für alles was mit Fahrzeugen zu tun hat. Dabei liegt mein spezielles Interesse bei US-Cars der späten 50er, 60er und frühen 70er Jahre. Magdeburg ist meine Heimatstadt, ich bin hier aufgewachsen und lebe noch immer hier. Sicherlich auch bis zum unausweichlichen Ende. Nach Abschluss meiner Schule habe ich den anständigen Beruf eines Elektriker erlernt. Da ich nicht nur „Strippen“ ziehen wollte, studierte ich anschließend.

Neben den sogenannten Daily Drivern habe ich als spezielles Hobby bereits einen 2004 Jeep Wrangler Rubicon TJ besessen. Mit diesem bin ich auch in Offroadparks in Deutschland unterwegs gewesen.

Aktuelles Lieblingsobjekt ist der 1969 Chevrolet Camaro, um den es hauptsächlich auf diesen Seiten geht.

Mein Wissen basiert auf vielen gelesenen Artikeln zu US-Cars im deutsch- und englischsprachigen Internet sowie in Foren, den Beobachtungen beim Besuch von US-Car- und Oldtimer-Treffen und dem „Studium“ einiger Bücher und Abhandlungen zum Thema.

Wie kam ich zum Camaro

Die Geschichte beginnt eigentlich 2010. Nach meinen 40. Geburtstag reift der Wunsch, sich noch einen Kindheitstraum zu erfüllen. Manche nennen es „Midlife Krise“.

Ich träumte schon immer von einer „Amikarre“ mit fettem V8.

So schaue ich mich nach einem Oldtimer um. Wegen der für mich nicht klaren Situation zu Unterhalt, Teilebeschaffung und Reparaturen siegt die Vernunft. Auch die Überlegung, einen neuen Ami in Gestalt eines Chevrolet Camaro von 2010 zu kaufen, wird bald verworfen.

Ein Audi A6 mit V6 TDI wird in die Familie aufgenommen. Später wird dieser dann gegen einen anderen A6 mit Automatikgetriebe und Luftfederung „getauscht“. Da meine Macke mich aber nicht los lässt, kaufe ich (wie oben bereits erwähnt) 2013 einen Jeep Wrangler Rubicon TJ. Mit dem habe ich sehr viel Spaß im Gelände. Das Auto bringt mir immer ein Grinsen ins Gesicht. Auf Grund der leider immer wiederkehrenden Reparaturen am Fahrwerk nach Fahrten im Gelände, verkaufe ich 2015 den Wagen gefrustet (selbstgemachtes Leid). Hinterher ärgere ich mich aber doch über den Verkauf. Wenigstens mache ich keinen Verlust zwischen Kauf, Reparaturen und Verkauf.

Hoher Jeep und schneller Audi wird kombiniert zu unserem bisher besten Auto dem VW Touareg V8 TDI.

Durch die Überzeugung das Leben zu Leben, beschließe ich 2017 doch endgültig, mir einen Oldtimer zu kaufen.

Die Suche

Die Suche beginnt mit der Frage nach dem richtigen Model. Zur Wahl stehen die typischen Pony- oder Muscle-Cars mit Baujahren Ende der 60er bis Anfang der 70er. Also Autos, die so alt sind wie ich.

Meine Kandidaten sind und in der Reihenfolge meines Interesses:

Im Rahmen der „Findung“ sehe ich mir alle oben aufgeführten Modelle am „lebenden“ Objekt bei Händlern, auf der Straße oder bei Oldtimertreffen an. Bei Händlern oder privaten Verkäufern kommt es am Ende nie zu ernsten Verhandlungen, weil entweder der Preis von vorn herein zu hoch ist oder das Fahrzeug vom Zustand her nicht in Frage kommt. Oder die Optik im Original doch nicht das hermacht, was ich mir von Fotos verspreche. Oder der Wagen zwischenzeitlich verkauft wird (ist mir 4 Mal passiert). Entscheidend ist dann auch die Verfügbarkeit von Fahrzeugen in Deutschland oder die Ersatzteilversorgung.

Die Angebote

Ich lese mich durch Mobile.de und andere Plattformen in Deutschland und den USA. Interessante Inserate werden genauer unter die Lupe genommen. Mein Augenmerk lege ich dabei auf Fahrzeuge, die nicht weiter als 300 km entfernt angeboten werden.

Ich führe einige Telefonate mit Verkäufern, schreibe WhatsApps, E-Mails und lasse mir zusätzliche Fotos schicken.

Der Treffer

Den Wunschcamaro finde ich bei der Classic Car Ranch nördlich von Minden im Mai 2017. Hier waren wir bereits im Dezember 2016 für die Besichtigung einer Chevelle. Der Wagen kam erst im April 2017 bei der CCR an und wurde über einen Zwischenhändler in die EU eingeführt. Der Importeur war American Collectables in Tiel/Holland.

Auf der Webseite sind in Summe sind gut 80 Bilder zu sehen, die Qualität ist nicht berauschend, aber ausreichend um einen grundsätzlichen Eindruck zu gewinnen. Angeboten wird ein Chevrolet Camaro Z/28 von 1969.

Im Angebot ist zu lesen, dass der Wagen mit einem neuen Motor ausgestattet wird. Und noch einige Performanceteile bekommt. Beim Telefonat mit dem Händler, Michael Rafflenbeul, erhalte ich weitere Informationen. Der Wagen bekommt neben dem neuen Motor auch noch Scheibenbremsen vorn (bisher Trommel) mit Bremskraftverstärker und diverse kleinere und größere Upgrades.

Das Wichtigste: Der Preis steht noch nicht fest. Er soll sich aber maximal in Richtung… na sprechen wir nicht drüber.

Das Angebot ist widersprüchlich. Der Wagen besitzt einen 307er Motor (5.0 Liter) mit 200 Serien-PS, hat ein Automatikgetriebe und vorn Trommelbremsen. Chevrolet hat den Z/28 jedoch ausschließlich mit einem 290 PS starken 302er Motor (4.9 Liter), 4-Gang-Schaltgetriebe und Scheibenbremsen ausgeliefert. Auf Nachfrage schickt mir Michael ein Foto der „Cowl Tag“.

X11 = definitiv kein Z/28, also ein „Clone“

Die Besichtigung

Wir fahren zur Classic Car Ranch und besichtigen das Auto. Eine Probefahrt ist leider zur diesem Zeitpunkt wegen des schlechten Wetters nicht möglich. Es ist aber möglich, ausgiebig Fragen zu stellen und sich alles anzusehen. Auch hier ist es so, dass an dem Wagen kleinere Arbeiten zu machen sind. Hauptsächlich ist das aber Kosmetik und Innenraummechanik (Fenster), technisch ist der Wagen sehr gut in Schuss. Er ist 2012 in den USA restauriert worden, der Amerikaner soll 10.000 US-Dollar investiert haben. Für eine amerikanische Lackierung ist okay. Die schwarzen Streifen sind auch lackiert. Ist zwar haltbar, aber wegen der Kleberänder auch unsauber.

Ich umkreise die Karosserie mit einem leichten Magnet und finde nur an der Vorderkante der hinteren Radläufe Stellen, an denen der Magnet nicht haftet. An keiner anderen Stelle scheint gespachtelt zu sein.

Die Probefahrt und Kauf

Der Termin steht, es wird der 2. September 2017. Der Wagen wird von ihm bis dahin für uns reserviert und zum Fahren vorbereitet. Im Vorfeld erstelle ich eine Liste mit Punkten aus der ersten Besichtigung, die besprochen werden müssen. Wir fahren hin, das Wetter spielt auch mit. Der Wagen ist vorbereitet und hat schon die neuen Bremsen und den Bremskraftverstärker. Die Servopumpe ist angeschlossen und die Leitungen sind dicht.

Wir machen eine kleine Probefahrt. Erst nur Michael, dann wechseln wir. Der Camaro sieht nicht so toll aus und fährt sich auch bescheiden. Die Bremsen sind nicht ordentlich eingestellt, die Lenkung auch nicht und die Vorderräder weich. Der Motor ist erbärmlich. Es ist eher ein Eiern, statt gezieltem Fahren.

Mich überzeugt das nicht, darum machen wir zum Vergleich eine Probefahrt mit einem 1969 Pontiac Firebird, welcher schon überholt ist. Der Wagen fährt sich deutlich besser und erinnert an ein modernes Auto. Michael verspricht, dass sich der Camaro nach Abschluss der Arbeiten besser fahren wird, als der Firebird. Wir einigen uns mit Michael auf einen All-Inclusive-Preis für den Wagen und unterschreiben die „Bestellung“.

Am 28. Oktober 2017 wird Cooper abgeholt.

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