Elektronische Instrumente

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Aktualisiert am 3. Oktober 2022

Fähigkeiten:

Bewertung: 5 von 5.

Es sind erweiterte Kenntnisse in der Fahrzeugelektrik nötig.

Aufwand:

Bewertung: 5 von 5.

Dauer:

Bewertung: 5 von 5.

Allgemeines

Mich stört das mein Camaro keinen Drehzahlmesser hat. Auch fehlen ihm Kühlwassertemperatur-, Öldruck- und Batterieanzeige.

Die Anzeigen könnte man einerseits als originale Nachbauten auf der Mittelkonsole nachrüsten, den Drehzahlmesser dabei im Tausch mit der Tankanzeige oder durch den kompletten Ersatz der Instrumente in der Tafel durch Neuentwicklungen. Unterm Strich liegen die Kosten für beide Lösungen auf gleichem Preisniveau, auch der Aufwand ist ähnlich.

Geniale Produkte für den Camaro fertigt Dakota Digital. Es sind mehrere verschiedene Ausführungen lieferbar. Unterschiedliche Farben, Ziffernblätter und Formen. Auch Varianten mit Instrumenten auf der Mittelkonsole werden angeboten. Es gibt sogar komplett montierte Set in der Instrumententafel.

Ich habe mich für eine vollintegrierte Variante mit Kilometer-Tacho entschieden. Tankanzeige, Öldruck und -temperaturen werden als „Mäusekino“ in den Anzeigen dargestellt. Im eingebauten Zustand sind die Unterschiede für einen Laien nicht sofort zuerkennen.

Das gelieferte Set ist komplett und beinhaltet sämtliches Material einschließlich der benötigten Geber und einen vollständigen Schaltplan.

Durchführung

Die originalen Instrumente müssen ausgebaut werden. Um dies zu erreichen, müssen das Handschuhfach demontiert und das DashPad abgebaut werden. Wenn dann sämtliche Schrauben von der Instrumententafel gelöst wurden, kann das Teil abgenommen werden. Zum empfehlen ist auch die Demontage des Lenkrades. Zuletzt müssen sämtliche Steckverbindungen getrennt werden.

Die Instrumente werden in der Tafel getauscht. Es muss auch nichts ausgesägt werden. Die Anleitung von Dakota Digital ist recht gut und auch bebildert.

Im Wagen müssen das Steuergerät versteckt, aber irgendwie erreichbar, verbaut und notwendige Leitungen verlegt und angeschlossen werden. Leider werden die originalen Kontrollleuchten nicht mehr benötigt. Um eine Rückrüstung zu ermöglichen, kneife ich die alten Leitungen mit etwas Reserve vor den Steckern ab. Die Leitung selbst wird mit einem vernünftigen Verbinder zum neuen Steuergerät hin verlängert. Die alten Kontrollen und Steckverbinder platziere ich hinter der Instrumententafel.

Die Tachowelle muss raus. Ich habe diese zurück in den Motorraum gezogen und in den Kotflügel gefädelt. An den Anschluss am Getriebe wird der mitgelieferte Sensor gebaut. Die alte Welle lasse ich ebenfalls liegen. Die Enden werden jedoch gesichert und befestigt. Die Geberleitung fädele ich einfach den Weg der Tachowelle entlang.

Öldruck- und Öltemperatursensor sowie der Kühlwassersensor müssen am Block gewechselt und verdrahtet werden. Dabei sollte man sehr gut auf die Länge der Stecker achten. Die Kühlmittelsonsorpositionen am Motorblock sind immer in der Nähe der Abgaskrümmer und dadurch sehr Hitze gefährdet. Ein entsprechender Schutz ist sehr hilfreich.

Der Ölgeber befindet sich oben auf dem Block unterhalb des Zündverteilers sehr mittig. Der Kühlwassergeber sitzt entweder (in Fahrtrichtung) rechts zwischen Zylinder 7/8 oder links zwischen 1/2. Die Leitungen können zum normalen Kabelbaum geführt und befestigt werden.

Das Steuergerät befestige ich rechts an der Spritzwand hinter dem Handschuhfach. Es sollte nicht in der Nähe von HEI-Verteiler oder elektronischen Zündungen verbaut sein. Die Leitungen werden noch ordentlich zum Baum gebündelt.

Zum Steuergerät wird ebenfalls noch ein kleiner Schalter geführt. Diesen montiere ich unterhalb des Radios.

Wenn alles installiert ist, werden die Anzeigen (u. a. Farben) und Meldungen (z. B. Grenzwerte) konfiguriert. Das geht entweder mit einem kleinen Schalter oder einer Smartphone-App.

Wichtig ist der Kilometerstand. Den Meilenstand vom alten Tacho habe ich auf Kilometer umgerechnet und eingetragen.

Aber Achtung: Der Kilometerstand kann nur die ersten 100 km geändert werden, danach ist der fest hinterlegt!

Bei der ersten Fahrt wird die Geschwindigkeitsanzeige und Wegstreckenzähler justiert. Das geht auf einer „Messstrecke“ und lässt sich im Nachhinein mit einem GPS-Vergleich noch korrigieren.

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