Meine Einschätzung

Inhalt
Fazit nach dem 1. Jahr
Fazit nach dem 2. Jahr
Fazit nach dem 3. Jahr
Fazit nach dem 4. Jahr

Der Wagen ist eine grundsolide Basis!

Fazit nach dem 1. Jahr = September 2018

Drumherum

Die Karosse ist tadellos. Keine großen Löcher, keine großen Rostflächen. 99,9 % der Bleche sind okay. Lediglich der Kofferraumboden hat ein 5×8 cm großes Loch bei der Reserveradhalterung und die Endspitze auf der Fahrerseite ist gespachtelt.

Der Lack ist von den Amis, was nicht für High-End-Qualität steht. Unterm Lack ist eine 1-2 mm dicke Spachtelschicht, die leider beim Anstoßen gern mal mit samt dem Lack abplatzt. Im Großen und Ganzen ist Cooper auch vollständig, es fehlen keine Teile.

Innendrin

Im Innenraum sind die Sitzbezüge, der Teppich und die Türpappen neu. Leider sind Armaturenbrett, Verkleidungsteile, Mittelkonsole und Handschuhfach vom Vorbesitzer von rot auf schwarz übergeduscht. Unvermeidliche Kratzer bringen dann das rote Original wieder zum Vorschein, was der Optik schadet. Heizungseinstellung und Kleinigkeiten bedürfen der Überholung oder Reparatur.

Zum Motor

Der nicht originale Motor ist getunt. Er besitzt einen für das Tuning ausreichend dimensionierten Vergaser. Für die Serie wäre dieser aber zu groß. Die scharfe Nockenwelle passt zum Vergaser und der Ansaugbrücke. Die Zylinderköpfe werden aber in der Kombination nicht ihr Potential ausschöpfen können. Großes Problem waren der nicht vernünftig eingestellte Vergaser und die Zündung.

1969 Chevrolet Camaro

Fazit nach dem 2. Jahr = September 2019

Der Cooper ist eine echt coole Socke. Mit der Zeit wird er immer besser. Die Anpassungen, Optimierungen und Reparaturen machen aus ihm einen tollen Wagen.

Zwischenzeitlich habe ich mich auch von dem Anspruch verabschiedet, den Wagen im Original zu halten. Der Amerikaner hat die vorhandene Basis bereits so sehr verändert, dass vom Ursprung nur noch das Blech, das Fahrwerk und der Motor erhalten war. Den Motor habe ich dann auch noch von der Classic-Car-Ranch tauschen lassen.

Darüberhinaus handelt es sich beim Cooper um eine einfache Basis. Er ist kein SS, Z/28 oder COPO. Er ist nur ein Hausfrauenauto mit dem die moderne Frau die Kinder von der Schule abgeholt hat (Fiktiv). Optimierungen verringern den Wert des Fahrzeuges nicht, eher wirken sie auf Grund der Komfortsteigerung vielleicht auch werterhöhend.

Nur zur Verdeutlichung was der Amerikaner, die CCR und ich bereits umgebaut haben:

Original bei Auslieferung Zustand aktuell Durch wen?
Granatapfel Rot mit seitlichen schmalen weißen Streifen Granatapfel Rot mit schwarzen Streifen über den HaubenMr. Cooper
Flach Motorhaube Cold-Induction-Motorhaube (mit Höcker) Mr. Cooper
Keine Spoiler Front- und Heckspoiler Mr. Cooper
Weißes Vinyldach Schwarzes Vinyldach Mr. Cooper
Originaler Motor mit Gusskrümmer und Luftfiltergehäuse Getunter Motor mit Fächerkrümmer und offenem LuftfilterCCR
Einflutige Auspuffanlage Zweiflutige Auspuffanlage Mr. Cooper
195er 14″-Räder mit Radkappen 215er 15″-Räder mit Sombrero-Kappen Mr. Cooper / CCR
Trommelbremsen vorn Scheibenbremsen vorn, jetzt mit Bremskraftverstärker CCR
Rote Sitze, Teppich und Konsole Schwarze Sitze, Teppich und Konsole Mr. Cooper / Ich
Rotes Armaturenbrett Schwarzes Armaturenbrett Mr. Cooper / Ich
Zweispeichenlenkrad Dreispeichensportlenkrad Mr. Cooper
Analoges Radio Digitales Radio vor Mr. Cooper / Ich
Blechventilator an der Wasserpumpe Elektrischer Kühlerventilator Ich
Analoge Anzeigeinstrumente Elektronische Anzeigeinstrumente Ich
zusätzlich Batteriehauptschalter Ich
1969 Chevrolet Camaro

Fazit nach dem 3. Jahr = September 2020

An den oben getroffenen Feststellungen hat sich nichts geändert. Der Camaro wird immer besser. Die Technik entwickeln und verbessern wir immer weiter und so erreicht der Wagen einen Zustand, den manche deutlich jüngere Fahrzeuge nicht besitzen. Auch vorhandene nervige Detailfehler werden nunmehr nach und nach beseitigt.

Unsere Entwicklung

Mittlerweile wagen wir uns auch an Arbeiten, die ich noch vor einem Jahr von der Werkstatt erledigen lassen wollte. So hatten wir z. B. den Motor offen und haben am Fahrwerk gearbeitet. Elektrisch hat sich auch einiges getan, so dass die Gefahr von Kabeldefekten auch weitestgehend minimiert wird. Die Karosserie hat nur ein paar kleine Schwachstellen.

Leider stelle ich immer wieder fest, dass man sich auf Werkstätten nicht verlassen kann, so dass wir tatsächlich auch immer mehr selbst machen müssen, wenn es vernünftig werden soll.

Unsere „Rückschläge“

Da es teils an „tiefer“ liegende Baugruppen geht, passiert es nun auch häufiger, dass unpassende Teile gekauft werden (z. B. Hardyscheibe) oder durch Änderungen einer der Vorbesitzer die eigentlichen neu bestellten Originalteile nicht passen (z. B. Stoßdämpfer). Leider passiert es auch, dass Teile trotz aller Recherche nicht passen. Ursache ist die blöde englische Artikelbeschreibungen, die zu Missverständnissen führt oder die doofen Umrechnung von Zoll ins metrische System. So häufen sich dann auch andere Teile an (z. B. Felgenringe).

Fazit nach dem 4. Jahr = September 2021

Wegen eines bedauerlichen Umstandes konnten wir selbst nicht viel am Auto machen und auch nicht viel fahren. Allerdings habe ich die Gelegenheit genutzt, um dem Camaro einer grundlegenden Kur unterziehen zu lassen.

Ein Ausrutscher in den Graben sorgte dafür, dass die Kotflügel und die Türen lackiert werden mussten. Den Part hat u. a. die Versicherung übernommen. Da er nun einmal in der Werkstatt war, habe ich ihn komplett lackieren lassen. Da der Gutachter auch die Vorderradaufhängung und das Lenkgestänge erneuert haben wollte, gab es dort auch ein großzügiges Upgrade, nebst 225er Reifen von Continental ringsherum. Der Heckspoiler ist abgekommen und die Streifen sind verschwunden. Auch die großen, von den Amis zugespachtelten, Rostschäden an den Endspitzen der hinteren Kotflügel wurden fachmännisch durch Reparaturbleche ausgebessert.

Unterm Strich haben wir ein tolles Auto in einem super Zustand. Allerdings mit dem Handicap, dass er bereits mehr gekostet hat, als er vermutlich Wert ist. Auch ist nun die Originalität noch weiter weggerückt.

Zu der Liste der Veränderungen aus dem Abschnitt „2. Jahr“ gesellen sich nun noch die noch breiteren Reifen und die verbesserte Vorderradaufhängung. Allerdings reduziert um den Heckspoiler und die Streifen.