Chevrolet Camaro

die 1. Generation

Farben und Formen

Innenfarben, Außenfarben, Farbcodes, X-Nummern

Veröffentlicht am 3. April 2021
Aktualisiert am 21. September 2026

Inhalt

VIN- und Cowl-Tag-Decoder

Um die grundsätzlichen Daten des Fahrzeuges zu ermitteln, habe ich einen Decoder erstellt. Dieser gibt euch die Informationen, welche aus der VIN und der Cowl Tag ermittelt werden können.

Außenfarben

Chevrolet bot für den Camaro eine Vielzahl von Außenfarben an, deren Angebot sich von Modelljahr zu Modelljahr änderte. Zusätzlich bestanden Vorgaben für bestimmte Kombinationen aus Karosseriefarbe, Vinyl- bzw. Cabrioletdach und Zier- oder Rallyestreifen. Auch einzelne Ausstattungsoptionen konnten Einfluss auf die zulässigen Farb- und Streifenkombinationen haben.

Zum Modelljahr 1969 wurde die Farbcodierung der Außenlacke von einem Buchstaben- in einen Zahlencode geändert.

1967

Mit dem ersten Camaro-Modelljahr bot Chevrolet eine breite Farbpalette an, die von dezenten Weiß-, Gold- und Grüntönen bis zu kräftigem Rot, Blau und Gelb reichte. Insgesamt standen 15 reguläre Außenfarben zur Verfügung. Interessant ist dabei, dass einige Farben, die heute besonders häufig mit klassischen Muscle- und Pony-Cars verbunden werden, damals keineswegs die meistbestellten waren.

  • Granada Gold war mit rund 13,1 % die häufigste Farbe des Modelljahres 1967. Der warme Goldton ist typisch für die Farbmode der späten 1960er-Jahre und war damals wesentlich populärer, als es die Zahl heute erhaltener Fahrzeuge vermuten lässt.
  • Bolero Red folgte mit etwa 13,8 % ebenfalls an der Spitze der Farbpalette. Das kräftige Rot passte zum sportlichen Erscheinungsbild des neuen Camaro und gehört auch heute noch zu den charakteristischen Farben des ersten Modelljahres.
  • Butternut Yellow war mit rund 13,5 % überraschend weit verbreitet. Das helle, leicht cremefarbene Gelb wirkt deutlich zurückhaltender als die kräftigen Gelbtöne späterer Jahre und ist ein gutes Beispiel für den Wandel der Automobilfarben innerhalb weniger Jahre.
  • Marina Blue gehörte mit etwa 12,2 % ebenfalls zu den besonders häufig bestellten Farben. Der kräftige Metallicblauton war nicht ausschließlich dem Camaro vorbehalten, sondern wurde 1967 auch für die Corvette angeboten. Neben Marina Blue teilten sich Camaro und Corvette in diesem Modelljahr auch Tuxedo Black und Ermine White. 
  • Ermine White erreichte rund 10,8 % und war damit ebenfalls eine häufig gewählte Lackierung. Weiß bot außerdem einen starken Kontrast zu farbigen Innenausstattungen, Streifen oder einem Vinyldach.
  • Tuxedo Black erscheint aus heutiger Sicht als geradezu klassische Farbe für einen Camaro, war 1967 mit nur etwa 2,2 % jedoch ausgesprochen selten. Die heutige Wahrnehmung klassischer Camaro-Farben entspricht daher nicht unbedingt ihrer damaligen Verbreitung.
  • Neben diesen häufigeren Farben gab es mit Royal Plum, Madeira Maroon, Tahoe Turquoise, Emerald Turquoise oder Sierra Fawn eine Reihe von Farbtönen, die den Geschmack der 1960er-Jahre besonders deutlich widerspiegeln.

Die vollständige Farbpalette mit den jeweiligen Codes und Produktionsanteilen ist in der folgenden Tabelle aufgeführt. 

Je nach Modell und gewählter Ausstattung kamen unterschiedliche Zierstreifen zum Einsatz. Besonders bekannt wurden die beiden über Motorhaube und Kofferraum verlaufenden Rallyestreifen des Z/28. Daneben gab es weitere, an bestimmte Ausstattungen gekoppelte Streifendekore.

1968

Für das Modelljahr 1968 wurde die Farbpalette erheblich verändert. Chevrolet behielt einige bekannte Farben bei, ersetzte andere und führte im Laufe des Modelljahres weitere Farbtöne ein. Besonders interessant ist dabei die zunehmende Überschneidung mit dem Farbprogramm der Corvette.

  • Ash Gold war mit rund 12,4 % die am häufigsten verwendete Außenfarbe des Modelljahres. Wie Granada Gold im Vorjahr zeigt sie, wie beliebt Gold- und Bronzetöne Ende der 1960er-Jahre waren.
  • Matador Red erreichte rund 11,0 % und übernahm innerhalb der Farbpalette die Rolle des kräftigen Rottons. Zusammen mit Butternut Yellow und LeMans Blue, die jeweils etwa 9,4 % erreichten, gehörte Matador Red zu den besonders häufig gewählten auffälligen Farben.
  • LeMans Blue kam erst während des Modelljahres hinzu. Im Januar 1968 erweiterte Chevrolet das Camaro-Angebot um drei Farben aus dem Corvette-Programm: Corvette Bronze, LeMans Blue und British Green. Zusammen mit dem ebenfalls neu eingeführten Rallye Green ersetzten sie Fathom Blue, Grecian Green, Palomino Ivory und Tuxedo Black für den weiteren Verlauf des Modelljahres. 
  • Corvette Bronze ist deshalb eine Besonderheit des 1968er Farbprogramms. Der Metallicton wurde ausdrücklich aus der Corvette-Farbpalette übernommen und erreichte trotz seiner Einführung während des laufenden Modelljahres einen Anteil von rund 5,7 %.
  • Rallye Green wurde ebenfalls während des Modelljahres ergänzt. Der kräftige Grünton unterscheidet sich deutlich von den gedeckteren Grünfarben Grecian Green und Sequoia Green und kündigt bereits die auffälligeren Farben des folgenden Modelljahres an.
  • Grotto Blue gehörte mit etwa 6,2 % zu den häufigeren Blautönen. Insgesamt bot Chevrolet 1968 mit Grotto Blue, Fathom Blue, Teal Blue und dem später eingeführten LeMans Blue eine bemerkenswert breite Auswahl innerhalb dieser Farbfamilie.
  • Tuxedo Black war dagegen mit lediglich rund 0,9 % noch seltener als 1967 und verschwand während des Modelljahres aus dem regulären Angebot. Gerade bei Schwarz zeigt sich damit besonders deutlich der Unterschied zwischen der damaligen Produktion und dem heutigen Erscheinungsbild vieler restaurierter Fahrzeuge.

Insgesamt war 1968 ein Übergangsjahr: Neben typischen Farben der mittleren 1960er-Jahre traten zunehmend kräftigere Grün-, Blau- und Bronzetöne auf. Die vollständige Übersicht einschließlich Farbcode und Produktionsanteil zeigt die folgende Tabelle.

1969

Mit der umfassenden optischen Überarbeitung des Camaro änderte Chevrolet für 1969 auch das Farbprogramm erneut. Die Palette umfasste 18 reguläre Außenfarben und reichte von klassischen Weiß-, Silber- und Blautönen über verschiedene Grünfarben bis zu auffälligen Lackierungen wie Hugger Orange und Daytona Yellow. Sieben Farben wurden in diesem Modelljahr gleichzeitig für Camaro und Corvette angeboten. 

  • LeMans Blue war mit rund 12,4 % die am häufigsten verwendete Farbe des Modelljahres. Der bereits 1968 eingeführte Metallicblauton setzte sich damit innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Camaro-Farbpalette.
  • Frost Green folgte mit etwa 11,4 %. Der helle Metallicgrünton – in Unterlagen auch als Frost Lime bezeichnet – gehörte zusammen mit dem deutlich dunkleren Fathom Green zu mehreren verfügbaren Grünvarianten. Fathom Green erreichte selbst einen beachtlichen Anteil von rund 9,4 %.
  • Hugger Orange gehört heute zu den Farben, die besonders stark mit dem 1969er Camaro verbunden werden. Mit etwa 8,5 % war die Farbe zwar durchaus erfolgreich, aber keineswegs die häufigste Lackierung des Modelljahres. Interessant ist auch die Verbindung zur Corvette: Dort wurde derselbe Farbton unter der Bezeichnung Monaco Orange angeboten. 
  • Daytona Yellow war mit etwa 6,7 % ebenfalls eine der auffälligeren Lackierungen. Gemeinsam mit Hugger Orange steht der kräftige Gelbton heute sinnbildlich für die zunehmend leuchtenden Farben der ausgehenden 1960er-Jahre.
  • Cortez Silver erreichte etwa 6,2 %. Das Silbermetallic ließ sich besonders wirkungsvoll mit schwarzen Streifen, einem schwarzen Vinyldach oder anderen dunklen Akzenten kombinieren und gehörte ebenfalls zu den Farben, die 1969 sowohl für Camaro als auch Corvette angeboten wurden. 
  • Garnet Red war mit rund 7,7 % deutlich häufiger als die dunklere Farbe Burgundy, auf die lediglich etwa 2,3 % entfielen. Damit standen zwei sehr unterschiedliche Rottöne zur Verfügung, bevor man zu den noch auffälligeren Orange- und Gelbtönen griff.
  • Tuxedo Black bildet erneut einen interessanten Gegensatz zwischen damaliger und heutiger Wahrnehmung. Obwohl ein schwarzer 1969er Camaro heute keineswegs ungewöhnlich erscheint, entfielen auf Tuxedo Black lediglich etwa 0,6 % der dokumentierten Produktion. Zusammen mit Champagne, ebenfalls rund 0,6 %, gehörte Schwarz damit zu den seltensten regulären Farben.
  • Auch Butternut Yellow zeigt den Wandel innerhalb der drei Modelljahre besonders deutlich: 1967 gehörte die Farbe mit rund 13,5 % noch zu den meistverwendeten Lackierungen, 1969 lag ihr Anteil nur noch bei etwa 1,7 %. Die Käufer orientierten sich inzwischen zunehmend an anderen, kräftigeren Farbtönen.

Die für 1969 angegebenen Produktionsanteile sind allerdings mit einer kleinen Einschränkung zu betrachten: Die erhaltenen GM-Daten reichen bis September 1969 und erfassen damit nicht die komplette verlängerte Produktion des Modelljahres. Rund 13 % der 1969er Camaro entstanden erst danach. Die prozentuale Verteilung der Farben dürfte dies jedoch nicht wesentlich verändern. 

Die vollständige Farbpalette mit Farbcode und dokumentiertem Produktionsanteil ist in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Fazit

Jede Farbe des Camaro von 1967 bis 1969 hatte ihren eigenen Stil und Ausdruck. Von auffälligen Farben wie Hugger Orange und Daytona Yellow, die den sportlichen Charakter betonen, bis hin zu klassischen Farben wie Tuxedo Black und Dover White, die für Eleganz und Zeitlosigkeit stehen, war für jeden Geschmack etwas dabei. Diese Farben tragen maßgeblich zur Anziehungskraft und zum Kultstatus des Camaro bei und machen ihn zu einem der begehrtesten Muscle-Cars seiner Zeit.

Die folgende Tabelle zeigt die regulären Außenfarben mit ihren jeweiligen Farbcodes und dem Anteil an der Camaro-Produktion des entsprechenden Modelljahres. Die Prozentwerte basieren auf Produktionsdaten von General Motors.

196719681969
FarbtonCodeAnteil
in %
FarbtonCodeAnteil
in %
FarbtonCodeAnteil
in %
Tuxedo BlackA2,2Tuxedo BlackA0,9Tuxedo Black100,6
Ermine WhiteC10,8Ermine WhiteC7,2Butternut Yellow401,7
Nantucket BlueD5,2Grotto BlueD6,2Dover White507,9
Deepwater BlueE3,1Fathom BlueE1,3Dusk Blue513,3
Marina BlueF12,2Island TealF3,0Garnet Red527,7
Granada GoldG13,1Ash GoldG12,4Glacier Blue534,7
Mountain GreenH3,6Grecian GreenH2,6Azure Turquoise552,7
Emerald TurquoiseK4,2Rallye GreenJ4,6Fathom Green579,4
Tahoe TurquoiseL3,5Tripoli TurquoiseK4,6Frost Green5911,4
Royal PlumM2,7Teal BlueL3,1Burnished Brown612,3
Madeira MaroonN4,6Cordovan MaroonN3,4Champagne630,6
Bolero RedR13,8Corvette BronzeO5,7Olympic Gold656,2
Sierra FawnS2,0Seafrost GreenP3,3Burgundy672,3
Capri CreamT4,7Matador RedR11,0Cortez Silver696,2
Butternut YellowY13,5Palomino IvoryT1,6LeMans Blue7112,4
LeMans BlueU9,4Hugger Orange728,5
Sequoia GreenV3,0Daytona Yellow766,7
Butternut YellowY9,4Rallye Green794,9
British GreenZ6,0

Anmerkung: Der Trim Tag bzw. Cowl Tag ist ein an der Karosserie befestigtes Typen- und Ausstattungsschild – beim Camaro der ersten Generation eine im Motorraum angenietete Blechmarke. Daraus befinden sich je nach Modelljahr und Produktionswerk unter anderem Angaben zu Karosserieausführung, Innenausstattung, Außenfarbe sowie bestimmte Fisher-Body-Ausstattungscodes.

Dachfarben

Auch die Farbe des Cabrioletverdecks bzw. des Vinyldachs konnte abhängig vom Modelljahr und von der Außenfarbe gewählt werden.

Beim Cabriolet standen 1967 und 1968 Weiß, Schwarz und Blau zur Verfügung; 1969 beschränkte sich die Auswahl auf Weiß und Schwarz. Für das Vinyldach waren 1967 Schwarz und Beige, 1968 Schwarz und Weiß erhältlich. 1969 wurde das Angebot auf Schwarz, Dunkelblau, Pergament, Dunkelbraun und Mitternachtsgrün erweitert.

Jedoch ließ sich nicht jede Dachfarbe mit jeder Außenfarbe kombinieren.

Innenausstattung

Neben den Außenfarben bot Chevrolet auch verschiedene Farben und Ausführungen für den Innenraum an. Vinyl war dabei das vorherrschende Bezugsmaterial. Bei bestimmten Custom- bzw. Deluxe-Ausstattungen waren jedoch auch Sitze mit Stoffeinsätzen erhältlich, darunter 1968 und 1969 die heute besonders bekannten Houndstooth-Bezüge. Die angebotenen Farben und Materialkombinationen unterschieden sich je nach Modelljahr und Innenausstattung.

Sitzdesigns reichten von einfachen flachen Sitzbänken bis zu komfortableren, konturierten Einzelsitzen. Letzte wurde „Bucket Seat“, also Schalensitz genannt, obwohl sie nach heutigen Maßstäben keine wirklichen Schalensitze sind.

Der Bestellcode der folgenden Tabellen ist auf der CowlTag im Motorraum zu finden.

1967

Die Codes der folgenden Tabelle geben an, ob im Fahrzeug vorn Einzelsitze oder eine durchgehende Sitzbank eingebaut ist. In einem Cabriolet war keine vordere Sitzbank bestellbar.

Deluxe-Interieur: Die RPO Z87 Custom Interior Equipment wertete den Innenraum unter anderem durch eine höherwertige Sitz- und Türverkleidung sowie zusätzliche Zier- und Komfortdetails auf. 1967 konnte außerdem die RPO Z23 Special Interior Equipment bestellt werden, deren Ausstattungsmerkmale sich teilweise mit Z87 überschnitten.

FarbgruppeFarbeTrimcode:
Standard Einzelsitze
Standard SitzbankAnteilDeluxe EinzelsitzeDeluxe SitzbankAnteil
ESchwarz/Black76075642 %76576715 %
BBlau/Blue71773912 %
DRot/Red7416 %7422 %
GGold7097968 %7117123 %
KPergament-Schwarz/Parchment-Black7974 %
RHellblau/Bright Blue7327164 %
TTürkis/Turquoise7792 %
YGelb/Yellow7071 %

1968

Im Jahr 1968 wurden die Innenoptionen erweitert, um den Käufern mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Es gab verschiedene Optionen, die speziell auf die Modellvarianten abgestimmt waren. Zu den neuen Innenausstattungen zählten:

  • Deluxe-Interieur: Diese Option beinhaltete luxuriösere Sitze mit verbesserten Polsterungen, Türverkleidungen mit Zierleisten und ein sportlicheres Lenkrad.
  • Ivy Gold/Green: Eine zweifarbige Option in gold-grünen Tönen, die ein einzigartiges und gehobenes Ambiente schuf.
  • Houndstooth-Sitze: Im Rahmen der Custom-Innenausstattung Z87 waren 1968 erstmals Sitzbezüge mit den markanten karierten Houndstooth-Stoffeinsätzen erhältlich. Sie kombinierten Stoffeinsätze mit Vinyl und entwickelten sich zu einer der bekanntesten Innenausstattungen des Camaro.
FarbgruppeFarbeTrimcode:
Standard Einzelsitze
Standard SitzbankAnteilCustom bzw.
Deluxe Einzelsitze
Custom bzw.
Deluxe Sitzbank
Anteil
ESchwarz/Black71271349 %71471513 %
BBlau/Blue71771814 %7197202 %
DRot/Red7245 %7251 %
GGold72272310 %7211 %
KPergament-Schwarz/
Parchment-Black
7304 %
KElfenbein-Schwarz/Ivory-Black711
QPergament-Schwarz Hahnentritt/
Parchment-Black Houndstooth
749
VElfenbein -Schwarz Hahnentritt/
Ivory -Black Houndstooth
716
TTürkis/Turquoise7267271 %

1969

Das letzte Jahr der ersten Generation brachte einige der kultigsten Innenausstattungen hervor. Das Houndstooth-Muster war in einer Vielzahl von Farbkombinationen verfügbar und ist bis heute bei Sammlern beliebt:

  • Schwarz-Weiß Houndstooth: Ein kariertes Muster in Schwarz und Weiß, das mit Vinyl kombiniert wurde und als sportlich-luxuriös galt.
  • Deluxe Interieur: Wie im Vorjahr konnten Kunden ein Deluxe-Paket wählen, das die Innenausstattung auf ein höheres Komfort- und Ausstattungsniveau brachte.
  • Woodgrain-Details: Abhängig von der gewählten Innenausstattung kamen Holzimitat-Zierflächen am Armaturenbrett und weiteren Innenraumteilen zum Einsatz. Sie waren Bestandteil bestimmter Special- bzw. Custom-Interior-Ausstattungen und nicht generell an die Modellvarianten RS, SS oder Z/28 gebunden.

Im Modelljahr 1969 war keine vordere Sitzbank mehr erhältlich; alle Camaro wurden mit vorderen Einzelsitzen ausgestattet.

FarbeTrimcode:
Standard Einzelsitze
AnteilCustom bzw.
Deluxe Einzelsitze
Anteil
Schwarz/Black71144 %71210 %
Dunkelblau/Dark Blue71510 %7161 %
Mittel Rot/Medium Red7183 %7190,5 %
Mittel Grün/Medium Green72115 %7222 %
Mitternachtsgrün/Midnight Green723725
Elfenbein-Schwarz/Ivory-Black72711 %
Pergament-Schwarz Hahnentritt /Parchment-Black Houndstooth7132 %
Elfenbein-Schwarz Hahnentritt /Ivory-Black Houndstooth729
Orange-Schwarz Hahnentritt /Orange-Black Houndstooth7201 %
Gelb-Schwarz Hahnentritt /Yellow-Black Houndstooth7141 %

X-Nummern der CowlTag

1967 und 1968 wurden verschiedene Ausstattungscodes in Codeblöcken auf die Cowl Tag geprägt.

Ab Mitte Dezember 1968 führte das Werk Norwood zusätzlich neue „X“-Nummern ein. Die Einführung begann mit der Fisher-Build-Woche 12B, also der zweiten Dezemberwoche 1968. Aus dieser Übergangswoche sind Fahrzeuge sowohl mit als auch ohne X-Code bekannt. Bei früher gebauten Fahrzeugen fehlen diese Codes. Die 1969 in Los Angeles bzw. Van Nuys produzierten Camaro erhielten diese X-Codes nicht. Die X-Nummern auf der Cowl Tag wurden verwendet, um bestimmte Merkmale von Fahrzeugen im Werk schnell zu identifizieren. Sie sind besonders hilfreich, wenn es um die Identifikation von Hochleistungsmodellen wie den Z/28 oder den Super Sport (SS) Modellen geht.

Die X-Codes unterscheiden außerdem zwischen Karosserien mit und ohne Z21 Style Trim. Da Z21 Bestandteil der Rally-Sport-Ausstattung Z22 war, gehören Rally-Sport-Fahrzeuge zur Gruppe X11, X22 oder X33. Aus dem X-Code allein lässt sich jedoch nicht feststellen, ob lediglich Z21 Style Trim oder tatsächlich Z22 Rally Sport bestellt wurde.

Hier eine Übersicht:

Fahrzeugausstattung mit Z21 Style Trim = Chromzierrat oder Z22 Rally Sport = RS haben folgende X-Codes:

  • X11: Kennzeichnet einen Camaro mit Z21 Style Trim bzw. Z22 Rally Sport, der weder SS396 noch Z/28 war. Dazu gehören sowohl reguläre Camaro als auch SS350. Auch bestimmte COPO-Fahrzeuge wurden mit X11 codiert.
  • X22: Steht für ein SS396-Modell mit Zierleisten aus dem Z21-Paket oder Z22 für Rally Sport.
  • X33: Kennzeichnet ein Z/28-Modell mit Zierleisten.

Fahrzeugausstattung ohne Z21 Style Trim = Chromzierrat oder Z22 Rally Sport = RS haben folgende X-Codes:

  • X44: Kennzeichnet einen Camaro ohne Z21 Style Trim bzw. Z22 Rally Sport, der weder als regulärer SS noch als Z/28 ausgeführt war. Eine Aussage über sämtliche möglichen Motorisierungen lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Insbesondere wurden auch zahlreiche COPO-Camaros auf X44-Karosserien aufgebaut.
  • X55: Zeigt ein SS350-Modell an, jedoch ohne zusätzliche Zierleisten des Z21-Paketes und ohne Z22 Rally Sport.
  • X66: Bezieht sich auf ein SS396-Modell ohne besondere Zierleisten.
  • X77: Kennzeichnet ein Z/28-Modell ohne Zierleisten.

Die X-Codes sind ein wichtiges Hilfsmittel zur Identifikation der ursprünglichen Fisher-Body-Konfiguration. Sie sollten jedoch immer zusammen mit VIN, Motor- und Getriebestempelungen, Protect-O-Plate, Build Sheet und anderer Originaldokumentation bewertet werden.